Alljährlich stellen wir uns spätestens mit Beginn der kalten, grauen Jahreszeit dieselbe Frage: Wie wird der kommende Winter?
In gut 3 Wochen ist meteoroligischer Winteranfang, Zeit, sich dafür zu interessieren. Und wie jedes Jahr gibt es dieselbe Antwort darauf: er wird kalt – oder auch nicht!
Aber es gibt ja die Langfrist-Wettermodelle der verschiedenen internationalen Wetterdienste, deren wir uns hier jetzt mal einfach bedienen.

Das CFS-Modell des amerikanischen Wetterdienstes NOAA prognostiziert einen Supermildwinter, der mit 2-3° über dem Mittel liegt und zudem sehr nass wird. Lediglich der Frühwinter (Dezember) könnte etwas kälter ausfallen.
Britische Klimaforscher hingegen prophezeien einen Jahrhundertwinter. Woher nehmen sie diese Aussage?
Sie machen das an dem sogenannten Sonnenflecken-Minimum fest. Schauen wir mal zurück. In den Jahren 1995 und 2005 gab es ein ähnliches Sonnenflecken-Szenario, die Winter waren dabei 1 bzw. 2,5° zu kalt. Allein aus dieser Sichtweise könnten sie Recht haben.
Aber auch die Winter 2009 und 2010 waren überdurchschnittlich kalt – und da gab es keine zu geringe Sonnenflecken-Aktivität.
Also man sieht: Nichts weiter als Spekulationen.
Maßgeblich entscheidend ist die Großwetterlage. Etabliert sich über Skandinavien ein Hochdruckgebiet, wird aus Osten trockene, kalte Kontinentalluft angezapft.
Bleiben wir hingegen durch Tiefs über dem Atlantik in einer Westwetterlage, werden wir mit feuchtmilder Atlantikluft geflutet.
Und das kann eben niemand zum heutigen Zeitpunkt voraussagen.
Bleiben wir gespannt.