Am 1. September war der meteorologische Herbstanfang, damit ist der Sommer 2017 seit zwei Wochen Geschichte. Zeit, die für viele schönste Jahreszeit aufzuarbeiten und Fakten zu schaffen.

Da gerade beim Wetter jeder andere Empfindungen bezüglich Temperaturen hat, würde man viele unterschiedliche Meinungen hören.

War er zu warm, zu kalt, zu nass oder zu trocken? Fasst man die drei Monate Juni bis August zusammen, kann man klar sagen, dass er im Großen und Ganzen durchschnittlich war.

Beginnen wir mit den Temperaturen. Der Juli und der August bewegten sich durchaus im langjährigen Mittel (Werte von 1981 bis 2010) mit durchschnittlichen Temperaturen von rund 18 Grad, der Juni war mit ebenfalls etwa 18 Grad um 3 Grad wärmer als das langjährige Mittel.

Dasselbe zeichnet sich beim Niederschlag ab, in Summe zeichnet sich auch hier eine Durchschnittlichkeit ab. Einzeln betrachtet war der Juli überdurchschnittlich nass, der Juni und der August zu trocken.

Alles toll könnte man meinen, wenn man diese beiden Diagramme für sich betrachtet. Doch schauen wir uns einmal die Monate einzeln an, dann wird einem schnell klar, dass es nicht so klasse war.

Der Juni, der überdurchschnittlich warme Monat dieses Sommers, hatte durchaus seine tolle Zeit, 5 Tage mit Spitzenwerten über 30 Grad. Aber die Kontinuität ließ hier mehr als zu wünschen übrig. Abgesehen von dem Zeitraum vom 19. bis 22. Juni, in dem es kontinuierlich heiß war, folgten auf heiße Tage sofort Temperaturstürze um meist 10 Grad. Ein ständiges Auf und Ab, reines Achterbahnwetter.

Die einzig lange, trockene Periode gab es im Zeitraum vom 17. bis zum 23. Juni, in der es sieben Tage am Stück trocken war. Ansonsten verging kaum ein Tag ohne Regen, wobei sich die Niederschlagsmenge in Grenzen gehalten hat.

Betrachten wir den Juli, ganze drei Tage Höchstwerte über 30 Grad und nicht ganz so gravierende Temperaturunterschiede wie im Juni. Dafür war er sehr unbeständig, an 19 von 31 Tagen fiel Regen, meist ziemlich wenig, aber dennoch begleitete uns oft das Grau als Himmelsfarbe. Hervorzuheben sind hier der 12. und der 25. Juni, an denen nach kräftigen Temperaturstürzen mehr als die Hälfte des gesamten monatlichen Regens fiel.

Bleibt noch der August, der eigentlich stabilste und schönste Sommermonat. Doch auch er vermittelte durch seine häufigen Niederschläge ein eher negatives Bild. An lediglich einem Tag kletterte das Thermometer über die 30-Grad-Marke. Auch hier war der Regen an 15 Tagen ein treuer Begleiter, es gab aber auch einen Zeitraum von 10 Tagen, an denen es am Stück trocken war.

Wie man nun sieht, war dieser Sommer sehr durchwachsen und unbeständig.

Zum Schluss noch ein Blick auf die Sonnenstunden, der die Betreiber von Solaranlagen interessieren dürfte:

Mit insgesamt 580 Sonnenstunden bewegte sich der Sommer 2017 im durchschnittlichen Bereich.